20.000 italienische Wähler (0337-1)

  • Deutsch
  • 1948-04-23
  • Dauer: 00:01:55

Beschreibung

Abstract:
Italien, o.O.: Parlaments-Wahlen

Sequenzbeschrieb:
Brig, VS (Schweiz) – NN Schild Hauptzollamt
Brig, VS (Schweiz) – Schild "Ginevra-Domodossola"
Brig, VS (Schweiz) – NN italienische Gastarbeiter aus Waggonfenster blickend
Chiasso, TI (Schweiz) – Bahnhofs-Schild
Chiasso, TI (Schweiz) – italienische Gastarbeiter-Menge zu Zug gehend
Chiasso, TI (Schweiz) – Zugabfahrt und Italiener aus Fenster winkend
Mailand (Italien) – TT Perron-Dachkonstruktion Centrale-Bahnhof
Mailand (Italien) – OV Menschenmenge im Bahnhof
Mailand (Italien) – Besucher an DC-Wahlkundgebung
Mailand (Italien) – Sozialisten-Wahlkundgebung (°kurz)
Mailand (Italien) – Wahlplakate und Wahlpropaganda
Mailand (Italien) – Soldaten im offenen Auto patrouillierend
Mailand (Italien) – Mann an Wahlplakatwand angelehnt schlafend
Mailand (Italien) – Menschenmenge vor Wahllokal
Mailand (Italien) – Bevölkerung beim Wählen
Mailand (Italien) – kranke Frau wird auf Bahre in Wahllokal gebracht

Communiqué:
Brig und Chiasso: Die in der Schweiz arbeitenden Italiener fahren zu den schicksalsschweren Wahlen in ihre Heimat. Wahlstimmung in Mailand. Ruhiger Urnengang.

Begleittext:
In der Nacht vom 16. zum 17. April führten die Bundesbahnen viele Extrazüge, um 20.000 in der Schweiz arbeitenden Italienern zu ermöglichen, in den Wahlen für die neue italienische Volksvertretung ihre Stimme abzugeben. / Tausende reisten über Brig, Zehntausende über Chiasso, und jeder der vielen Extrazüge führte viele verschiedene Meinungen, und Absichten nach Italien; aber alles Trennende war bei diesen Wahlreisenden schwächer als die gemeinsame Freude, in die Heimat zu reisen und die gemeinsame Hoffnung, der Wahltag möge für Italien ein glücklicher Tag sein. / Ueber die Wege zum Glück herrschen freilich, wie wir uns in Mailand überzeugen können, sehr verschiedene Ansichten. Niemand vermochte vorauszusagen, ob der Wahlkampf nur die harmlose Form eines Wettlaufes von Plakatklebern annehmen würde. / Die Behörden zeigten die Macht des Staates, um sie wenn möglich nicht anwenden zu müssen; / und die Wahlen verliefen so ruhig, wie es kaum jemand erwartet hätte. Soviel Propaganda hatte das Volk auf sich regnen lassen – jetzt wollte es in Ruhe seine Stimme abgeben und der Welt beweisen, dass es seine bitter errungene Freiheit in würdiger Weise zu verwenden wisse. So wurde die italienische Volksvertretung in einer hellen Sonntagsstimmung gewählt, und in völliger Freiheit entschieden Millionen von Männern und Frauen, junge und alte, gesunde und kranke, dass Italien ein freies europäisches Land bleiben möge. /

Communiqué_0337.pdf
Dieses Dokument wurde mit der Unterstützung von Memoriav erhalten.